Archäologie

KULTURELLE WEGE

Archäologischer Rundgang:

Punische Mauer
Sie wurde 1998 am Südhang des Berges »San José oder Aletas«, wie er zu Römerzeiten genannt wurde, entdeckt. Erbaut im Jahre 227 v. Chr.. Zu dieser Zeit wurde die punische Stadt gegründet und Cartagena (Quart-Hadast in punischer Sprache) wurde, unter Kontrolle der Karthager, Hauptstadt des hispanischen Gebietes. Sie wurde im hellenistischen Stil errichtet. Bestehend aus zwei parallelen Mauern, voneinander 6 Meter entfernt, und mit anderen Mauern verbunden. Diese Konstruktion schloss die gesamte punische Stadt ein. Der zu sehende Teil liegt an einer Landenge und war der einzig mögliche Stadteingang.

Casa de la Fortuna (Haus des Glücks)
Abschnitt einer Römerstraße mit seitlichen Resten zweier Wohngebäude aus dem 1. Jh. v. Chr. An den Seiten erkannt man die Bürgersteige und die Schwellen zu den Gebäuden, deren Böden im Stile des Opus signimum ausgelegt sind. Das wichtigste Element sind allerdings die Fresken im Speisezimmer des Casa de la Fortuna. Der Name des Gebäudes ist aus der Inschrift einer Bodenplatte im Innenhof abgeleitet. Augusteum
Dieser archäologische Komplex besteht aus den Resten von zwei öffentlichen Gebäuden aus der Römerzeit des 1. Jh. n. Chr. für das Gerichtsbarkeitsgebiet von Cartagonova. Das am besten erhaltene Gebäude kann als eines der ersten Kollegien betrachtet werden, die dem Kult um bekannte Herrscher in der Römischen Welt gewidmet waren. Es besitzt einen Ausstellungssaal über das Forum Romanum und wird auch für kulturelle Zwecke verwendet.

Molinete-Hügel
Der Molinete-Hügel, einer der fünf Hügel, auf die der Geschichtsschreiber Polibius im 2. Jahrhundert v. Chr. als Standort des Palastes von Hasdrubal verwies, ist eine der bedeutenden archäologischen Fundstätten des ehemaligen Carthago-Nova. Zu den archäologischen Funden gehören in erster Linie die Überreste eines »castellum aquae« im oberen Bereich, Überreste von Forum und Podium, die wahrscheinlich Bestandteile des Kapitoltempels der Stadt aus dem 1. Jahrhundert v. Chr. bildeten sowie die anliegenden öffentlichen Gebäude. Derzeit ist dieses archäologische Gebiet in ein Baureformprojekt integriert.

Römischer Säulengang
Er wurde im Jahre 1957 entdeckt. Bedeutende Straßenverbindung aus dem Römischen Zeitalter. Bestehend aus einem Fahrdamm, der vorbei an der heutigen »Puertas de Murcia« mit der ehemaligen Stadteinfahrt in Verbindung stand. Sie war mit einem Säulengang flankiert, der als Fußgängerzone diente.

Römerstraße
Im Jahre 1968 ausgegraben. Bestehend aus einer gepflasterten römischen Straße. Sie galt als die bedeutendste Verbindung zwischen Hafen, dem Forum und den Thermalbädern, die von der »Hondastraße« bis zum Hügel »Molinete« reichten. Grundmauern und Säulen sind zum Teil erhalten.

Byzantinische Mauer
Das kürzlich in der Nähe der Mauer entdeckte Römische Theater datierte diese schweren Mauern, welche teilweise mit Materialien aus der Byzantinerzeit errichtet wurden. Mitte des 6. Jh. n. Chr. gab die byzantinische Herrschaft der Stadt gewissen Auftrieb und hatte eine Umwandlung des Stadtbildes zur Folge. Der Teil des Säulenfundamentes des Gartens, der zum Theater führte, wurde wiederverwendet. Heute können diese Ruinen im Untergeschoss des Ausstellungssaales der Stadt besichtigt werden. Hervorzuheben sind die römischen Mosaike.

Burg La Concepción/Torres Park
Befindet sich im Turm der mittelalterlichen Burg. Die Materialien, welche zum Bau der Burg verwendet wurden, stammten größtenteils von anderen Gebäuden, die sich in dieser Gegend zur Zeit der römischen Kolonie befanden. Laut Angaben wurde der Umbau im 13. Jh. mit Steinen des Römischen Amphitheaters gefertigt. Bei den letzten Restaurierungsarbeiten 1994 wurden die historischen Zugänge zur Torre del Homenaje wiederhergestellt.

Amphitheater
Befindet sich unter der im Jahre 1854 errichteten Stierkampfarena. Das Monument, eines der ältesten dieser Art in Hispania, wurde Mitte des 1. Jh. v. Chr. nach italischem Schema erbaut. Nach den Ausgrabungen an den Teilen, welche über der 1854 erbauten Stierkampfarena liegen, wurden einige Strebebögen sichtbar.

Torreciega
Römische Grabstätte aus dem 1. Jh. n. Chr. Wegen der nischenlosen Bauart wird sie »Blinder Turm« genannt. Sie gehörte zur Begräbnisstätte, die an der Hauptzufahrtsstraße nach Carthago-Nova lag. Er wurde im Jahre 960 restauriert und gilt als einer der bedeutendsten archäologischen Funde der Stadt.

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